Spam_Mails schaden der Umwelt
Unerwünschte Werbe-E-Mails sind für Internet-Nutzer in aller Welt ein großes Ärgernis. Firmen investieren hohe Summen in die Abwehr der Spam-Nachrichten. Und auch die Umwelt nimmt Schaden durch diese E-Mails. Das hat jetzt das IT-Sicherheitsunternehmen McAfee in einer Studie herausgefunden.
Der "Carbon Footprint of Email Spam Report" besagt, dass im Jahr 2008 der durch Spam-E-Mails verursachte weltweite Energieverbrauch bei 33 Terawattstunden (Twh) liegt. Dies entspricht dem Verbrauch von 2,4 Millionen Haushalten in den USA und der Klimagasemission von 3,1 Millionen Pkw.
Der hohe Energieverbrauch basiert auf den Annahmen, dass beim Erstellen einer E-Mail ein Computer inklusive eines Monitors eingeschaltet sein muss. Dann wird die Nachricht - oft tausendfach - über das Internet verschickt. Hierbei wandert sie über das Datennetz, das ebenfalls Energie verbraucht, weil weitere Computer (Server) in den Versand involviert sind. Beim Empfänger ist ebenfalls ein Rechner nebst Bildschirm eingeschaltet, und um die eingehenden unerwünschten Nachrichten zu löschen, benötigt der Anwender Zeit. Zeit, in der der Computer und die Peripheriegeräte wiederum Energie konsumieren.
Würde jedes E-Mail-Postfach durch Spam-Filter geschützt, die unerwünschte Nachrichten automatisch löschen, könnten Verbraucher und Unternehmen dadurch gemäß dem MCAfee-Report die Energieverschwendung um 75 % reduzieren. Zwar verbraucht auch das Filtern der eingehenden Nachrichten Energie, doch dieser Anteil am gesamten Spam-Energieverbrauch liegt laut der Untersuchung bei nur 16 %.
